Zertifiziertes Darmzentrum am Klinikum Friedrichshafen behandelt Patienten aus der Region

Friedrichshafen (MCB) Darmkrebs – 70 000 Menschen werden in Deutschland pro Jahr mit dieser Diagnose konfrontiert. Viele stehen dann vor den selben Fragen. Was nun? Wie geht es weiter, und wo bekomme ich als Patient tatsächlich die bestmögliche Behandlung? Therapien sind vielerorts möglich, aber in einem zertifizierten Darmkrebszentrum kann man sicher sein: Hier stimmen Qualität und Transparenz – nach den strengen Standards der Deutschen Krebsgesellschaft. Gut für Betroffene aus der Region, dass es ein solches Zentrum quasi vor der eigenen Haustüre gibt – am Klinikum Friedrichshafen.

„Unser Darmzentrum bietet mit seinen Kooperationspartnern die komplette Rundum-Versorgung bei allen gut- und bösartigen Erkrankungen des Bauchraumes und insbesondere des Darmes an“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lehmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Friedrichshafen und Leiter des zertifizierten Darmzentrums.

Netzwerk von Spezialisten kümmern sich um optimale Patientenbetreuung

Hierbei handelt es sich um ein ganzes Netzwerk von Spezialisten aus den unterschiedlichsten Fachbereichen – ambulanter und stationärer Art. „Bösartige Erkrankungen können heute nicht mehr von einem Facharzt allein optimal behandelt werden“, so PD Dr. Thorsten Lehmann. Und so seien an Diagnostik, Therapie und Nachsorge sowohl Klinikum-Mediziner als auch niedergelassene Ärzte beteiligt: Gastroenterologen, Viszeralchirurgen, Narkosefachärzte, Schmerztherapeuten, Onkologen, Pathologen, Strahlentherapeuten oder Radiologen kümmern sich um eine optimale Patientenbetreuung.

Darmzentrum: Von der Vorsorge über die Therapie bis zur Nachsorge

Im Darmzentrum kümmert man sich von der Vorsorge über die Therapie bis zur Nachsorge um die Patienten. Werden die Karzinome im Frühstadium entdeckt, sind die Heilungschancen bei richtiger Behandlung sehr hoch. Umso wichtiger ist es, entsprechende Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen und sich dann auch im Krankheitsfall bei der weiteren Therapie in guten Händen von ausgewiesenen Spezialisten zu wissen. Und das ist in einem Darmkrebszentrum gemäß den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften gewährleistet.

Kernelement Tumorkonferenzen

Ein Kernelement der ganzheitlichen Behandlung sind dabei die gemeinsamen, wöchentlich tagenden Tumorkonferenzen, bei denen alle Einzelfälle im Team umfassend besprochen und ein individuelles Konzept für Diagnose und Therapie erstellt werden. Wie wird operiert? Welche Behandlungsarten können kombiniert werden? Ist eine Bestrahlung nötig? Sollte zudem eine Chemotherapie erfolgen?

Der "informierte Patient"

Die einzelnen Behandlungsschritte werden dann mit dem Patienten ausführlich abgestimmt. Dieser„informierte Patient“, der alle Befunde und Unterlagen immer zur Hand hat und dessen betreuender Hausarzt immer aktuell den Ablauf der Behandlung kennt, mit seinen Fragen nicht alleine gelassen wird, sei ein wichtiges Merkmal des Häfler Darmzentrums, wie PD Dr. Lehmann betont.

Qualitätskriterien: Hohes fachliches Niveau und bereichsübergreifende Vernetzung, niedrige Komplikationsraten

Um sich überhaupt Darmkrebszentrum nennen zu dürfen, müssen neben einem hohen fachlichen Niveau und der bereichsübergreifenden Vernetzung auch weitere Qualitätskriterien immer wieder neu erfüllt werden. Niedrige Komplikationsraten zum Beispiel oder auch eine Mindestanzahl an Fällen. Über 100 Patienten mit bösartigen Erkrankungen von Dickdarm und Enddarm werden am Darmzentrum des Häfler Klinikums pro Jahr operativ behandelt, wobei auch der hochmoderne OP-Roboter „da Vinci“ eingesetzt wird.

Minimal-invasive Schlüssellochtechnik und dreidimensionale Videotechnik zum Wohl des Patienten

„Fast alle Darmteil- und Enddarmentfernungen operieren wir minimal-invasiv mit der Schlüssellochtechnik mit wesentlichen Vorteilen für die rasche Genesung des Patienten“, so PD Dr. Lehmann. Nur ganz wenige Krankenhäusern hierzulande wenden dazu eine dreidimensionale Videotechnik an, die mit ihren detailgenauen Bildern eine noch exaktere und sicherere Vorgehensweise zum Wohle des Patienten gewährleistet – das Klinikums Friedrichshafen gehört dazu. Durch diese moderne Technik lassen sich die ohnehin niedrigen Komplikationsraten noch weiter senken und negative Begleiterscheinungen verhindern.

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Während in Friedrichshafen die Operation durchgeführt wird, kann die Diagnose natürlich auch an den anderen Standorten des Medizin Campus Bodensee erfolgen: am Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten oder in der  Klinik Tettnang.

Neben dem medizinischen und pflegerischen Fachpersonal im Klinikum kümmern sich Selbsthilfegruppen, Psychoonkologen, Seelsorger, Ernährungsberater, Physiotherapeuten, Sanitätshäuser und weitere Partner auch nach dem stationären Aufenthalt um die Belange der Darmkrebs-Patienten.

Eine wesentliche Stütze ist dabei die am Häfler Klinikum fest angestellte zertifizierte Stomatherapeutin für Patienten mit einem künstlichen Darmausgang.

Die Patienten können sich laut PD Dr. Thorsten Lehmann auf jeden Fall sicher sein, dass am Medizin Campus Bodensee alles für ihre Gesundheit getan wird.

Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lehmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Friedrichshafen und Leiter des zertifizierten Darmzentrums

Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lehmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Friedrichshafen und Leiter des zertifizierten Darmzentrums

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Darmzentrum

DKG - Zertifiziertes Darmkrebszentrum
Kontaktdaten

Krankenhaus 14 Nothelfer GmbH
Ravensburger Straße 39
88250 Weingarten

Telefon +49 (0) 751 406-0
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