Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Friedrichshafen/Tettnang (MCB) Vor allem im Urlaub sollte man unbedingt auch an seine Haut denken. Zwar scheint sich die Ozonschicht gerade wieder etwas zu stabilisieren, trotzdem ist gerade in den südlichen Ländern und in den Mittagsstunden Vorsicht geboten. 

Die UV-Strahlung kann, meist erst nach Jahren, schwere Schäden an der Haut entstehen lassen. Der Hautmantel umfasst eine Fläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern und gehört zu den größten und wichtigsten Organen des Menschen.

Meist ältere Patienten

„Meist stellen sich ältere Patienten mit unklarer Hautveränderungen in meiner Sprechstunde vor“, so Dr. Michael Ruggaber, Facharzt für Plastische- und Ästhetische Chirurgie des „Medizin Campus Bodensee“. Diese Menschen, so der Arzt, entstammen einer Generation, in der das Thema Hautschutz noch völlig unwichtig war.

Menschen, die sich viel an der Sonne aufgehalten haben

Unter den Patienten sind, so der ambulant und stationär tätige Arzt, auch viele ältere Bergsportler oder Landwirte. „Eben Menschen, die sich viel an der Sonne aufgehalten haben“, so Dr. Ruggaber. Wenn überhaupt, wurde damals die Haut mit Melkfett oder anderen Cremes ohne Lichtschutzfaktor eingefettet.

„Im Alter rächen sich dann diese Jugendsünden“

„Im Alter rächen sich dann diese Jugendsünden“, sagt Ruggaber und „es kann sogar Hautkrebs entstehen“. Hiervon betroffen sind oft Nase, Gesicht, Lippen, Ohrmuscheln und die Extremitäten, die Effloresezenzen können aber am ganzen Körper vorkommen.

Wichtig: Spezialisten aufsuchen

Wichtig beim Erkrankungsverdacht ist das Aufsuchen eines Spezialisten, der die Hautveränderung beurteilt und eventuell eine Probe zur Sicherung des Verdachtes entnimmt. Bei größeren Befunden oder ungünstigen Lokalisationen kommt meist der Plastische Chirurg ins Spiel. Die Entfernung des Tumors ist oft nicht das Hauptproblem, weiß Dr. Ruggaber. Der Verschluss des entstandenen Defektes und die möglichst unveränderte Optik nach einer Operation ist die Schwierigkeit. So lässt die Nase beispielsweise nur ganz wenig Spannung der Haut zu, sie verändert sofort die Form. Hier sind oft Hautverschiebungen notwendig um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Die beste Vorsorge: Sonnencreme ab Lichtschutzfaktor 30

„Der am leichtesten zu behandelnde Tumor ist der, der gar nicht entsteht“, sagt der Plastische und Ästhetische Chirurg mit einem Augenzwinkern. Die Prophylaxe stellt das nötige Werkzeug hierfür da: Cremes mit Lichtschutzfaktor von mindestens „30“ sind eine Möglichkeit des Schutzes, aber auch die Beschränkung der Sonnenbäder sowie das Tragen eines Kopfschutzes und geeigneter Kleidung helfen vorzubeugen. Zusätzlich gilt natürlich die regelmäßige Eigenkontrolle der Haut und die Disziplin, bei entsprechendem Verdacht einen spezialisierten Arzt zu konsultierten, um die Hautveränderung untersuchen zu lassen.
 

Das Bild zeigt ein „Basaliom“ - so sieht weißer Hautkrebs im Frühstadium aus. Bild: MCB

Das Bild zeigt ein „Basaliom“ - so sieht weißer Hautkrebs im Frühstadium aus.

Bild: MCB

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