Gefäßzentrum am Klinikum Friedrichshafen frisch zertifiziert

Friedrichshafen (kf) Patienten mit Gefäßerkrankungen sind im neuen Klinikverbund Medizin Campus Bodensee in guten Händen. Die hohe Versorgungsqualität hat die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) jetzt offiziell bestätigt und das Gefäßzentrum des Klinikums Friedrichshafen zertifiziert.

Die Behandlung von Durchblutungsstörungen, Thrombosen, Aneurysmen der Aorta und weiterer Arterien, die Therapie des Diabetischen Fußes oder die Carotischirurgie zur Vorbeugung und Behandlung des Schlaganfalles – das ist ein Ausschnitt aus dem breiten Leistungsspektrum der Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin am Klinikum Friedrichshafen unter der Leitung von Dr. Malte Gerbig. Seit Anfang des Jahres als eigene Chirurgische Hauptabteilung am Häfler Klinikum organisiert, folgte nun die Anerkennung als zertifiziertes Gefäßzentrum.

In diesem arbeiten Gefäßchirurgen mit Experten aus anderen Disziplinen Hand in Hand, um sowohl ambulant als auch stationär ein Höchstmaß an Versorgungsqualität zu gewährleisten. Prof. Dr. I. Kaare Tesdal als Spezialist für die Interventionelle Radiologie ist genauso mit im Boot wie Angiologen, Kardiologen oder Neurologie mit ihrer „Stroke Unit“ für Schlaganfall-Patienten.

Gerade der neue Klinikverbund Medizin Campus Bodensee biete mit seinen drei Häusern in Friedrichshafen, Tettnang und Weingarten „noch mehr Möglichkeiten und Sicherheit“, betont Dr. Malte Gerbig. Dazu zählen etwa die enge interdisziplinäre Verzahnung mit Dr. Martin Pfeifer, Leiter der Sektion Diabetologie der Klinik Tettnang, oder der Austausch mit Dr. Johannes Baulmann, Leitender Arzt im Krankenhaus 14 Nothelfer Weingarten (Angiologie und Kardiologie), der auch in Friedrichshafen tätig ist, aber auch andere Partnerschaften. So kooperiert das Gefäßzentrum mit der Venenpraxis Bodensee in Weingarten sowie mit der Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin und Dialyse im Ärztehaus beim Häfler Klinikum. Der Patient wird – wenn erforderlich – fachübergreifend behandelt und beim regelmäßigen interdisziplinären „Gefäßkolloquium“ besprochen.

Und auch an dieses Team werden bei einer Zertifizierung Anforderungen gestellt. „Ein Gefäßzentrum braucht mindestens zwei Fachärzte für Gefäßchirurgie sowie einen Angiologen, weiterhin einen interventionell tätigen Radiologen.“ Doch das medizinische Know-how ist noch nicht alles. „Auch die apparative Ausstattung muss stimmen“, so Dr. Gerbig. Angiographie, Computertomografie, Kernspintomographie und Ultraschallgeräte müssen up to date sein.

Zu den Kriterien, die bei einer Zertifizierung abgefragt werden, gehören natürlich die Fallzahlen: Wie viele offene, wie viele endovaskuläre Eingriffe werden durchgeführt? Schließlich braucht es eine gewisse Expertise, um die erforderlichen Qualitätsstandards sicherstellen zu können. Dass diese im Klinikum Friedrichshafen vorhanden sind, hat das Klinikum seit Jahren bewiesen und nun auch schwarz auf weiß. Doch bei der Urkunde handelt es sich nicht nur um eine rein formale Bescheinigung, wie Dr. Gerbig betont: „Diese Zertifizierung als Gefäßzentrum ist primär medizinisch-fachlich orientiert.“ Im Vordergrund stand dabei die Frage: „Wie wird hier Gefäßmedizin gelebt, wie wird sie im Sinne der Patienten praktiziert?“

Das Zertifikat gilt bis Mitte 2018, dann erfolgt ein erneutes Audit. Und warum das Ganze überhaupt? Zum einen seien solche Zertifizierungen ein Instrument der eigenen Qualitätssicherung, zum anderen aber werden sie künftig wohl immer mehr Gewicht haben, vermutet Dr. Gerbig. Schon jetzt seien zertifizierte Zentren „ein wichtiger Standortfaktor“ für ein Krankenhaus.

Dr. Malte Gerbig leitet die Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin am Häfler Klinikum. Bild: Klinikum

Dr. Malte Gerbig leitet die Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin am Häfler Klinikum. Bild: Klinikum

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