Weingarten (kf) Am Krankenhaus 14 Nothelfer gibt es seit gut fünf Monaten das Projekt „Patiententransport“. Eine extra dafür zuständige Mitarbeiterin bringt die Patienten von den Stationen zu den Untersuchungen und zurück. Das entlastet zum einen das Pflegepersonal und gibt gerade älteren Menschen ein gutes Gefühl sicher begleitet zu werden.

Soeben hat Sophia Ruff eine Patientin zum Röntgen gefahren, schon holt sie von der Station für Chirurgie und Unfallchirurgie eine Blutprobe ab, die sie in den Keller des Krankenhauses zum Labor bringt. Für die Pflegekräfte ist der Patiententransport eine große Erleichterung, denn täglich müssen im Schnitt 25 Patienten zu den unterschiedlichsten Untersuchungen innerhalb des Hauses gebracht werden. „Egal ob die Patienten zum Röntgen, zu einer Ultraschalluntersuchung oder zur Wundversorgung auf die Ambulanz müssen, Sophia nimmt uns diese Wege ab. Sie ist eine große Stütze“, berichtet Lucia Reich, Krankenschwester im Zentrum für Innere Medizin.

Aber auch „lästige“ Nebentätigkeiten nimmt sie den Mitarbeitern gerne ab, damit diese sich auf die Patienten konzentrieren können. „Es gibt Tage, an denen ist bei mir nicht so viel los, dann werde ich auch schon mal zum Kopieren angerufen“, erklärt Sophia. „An anderen Tagen rufen alle sechs Stationen gleichzeitig an.“ An solchen Tagen legt sie in ihrer achtstündigen Arbeitszeit die Strecke eines Halbmarathons zurück. „Lauffaul darf man in diesem Job nicht sein“, schmunzelt die dunkelhaarige junge Frau und da klingelt schon wieder das Telefon.

Eine ältere Dame soll von der Station zum Lungenfunktionstest gebracht werden. Sie braucht zwar keinen Rollstuhl, ist aber trotzdem ganz froh, dass sie nicht alleine gehen muss. Das kurze Gespräch im Aufzug, die Frage nach dem Befinden und ein paar aufmunternde Worte, für viele ist die Begleitung durch die junge Mitarbeiterin ein Segen. „Wenn ich nicht da wäre, dann müssten viele Patienten alleine gehen, weil das Pflegepersonal das gar nicht leisten kann“, erklärt Sophia. „Und gerade für Menschen, die etwas wacklig auf den Beinen sind, ist es ein großes Gefühl der Sicherheit, wenn sie sich einfach unterhaken können“. Auf dem Rückweg schaut sie gleich noch auf der angrenzenden Station vorbei, ob es Akten gibt, die an die Pforte gebracht werden müssen.

Das Arbeiten in einem Krankenhaus konnte sich Sophia Ruff eigentlich nicht vorstellen. Für sie war es anfangs nur ein Job, mit dem sie die Zeit zwischen dem Abitur und ihrer großen Reise überbrücken konnte. Heute bereitet ihr gerade der Patientenkontakt und das Gefühl helfen zu können besondere Freude. Sie hat sogar kurz überlegt, beruflich in diesen Bereich einzusteigen, hat es aber dann doch wieder verworfen. Für ihren Vorgänger Ole Gohmann war völlig klar, dass seine Zukunft im pflegerisch-medizinischen Bereich liegt. Durch seine Arbeit im Patiententransport hat er Erfahrung im Umgang mit Patienten sammeln können, die er seit September in seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger gut gebrauchen kann.

Die Mitarbeiterin vom Patiententransport steht fünf Tage die Woche auf Abruf zur Verfügung.

Die Mitarbeiterin vom Patiententransport steht fünf Tage die Woche auf Abruf zur Verfügung.

Wenn keine Patienten zu begleiten sind, dann tauscht sie auch schon mal im Bettenlager schmutzige gegen frische Betten aus und bringt sie wieder auf die Station

Wenn keine Patienten zu begleiten sind, dann tauscht sie auch schon mal im Bettenlager schmutzige gegen frische Betten aus und bringt sie wieder auf die Station.

Kontaktdaten

Krankenhaus 14 Nothelfer GmbH
Ravensburger Straße 39
88250 Weingarten

Telefon +49 (0) 751 406-0
info @kh-14nothelfer .de