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Helfen und Heilen seit Jahrhunderten
Das Krankenhaus "14 Nothelfer" in Weingarten entstand aus einer Spitalstiftung und wurde 1474 im Stiftungsbrief der Katharinen-Kaplanei erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem wurden an diesem Ort Kranke behandelt. Durch die Kreuzzüge hatte sich die Lepra in Europa so stark ausgebreitet, dass auch unser Spital fast 300 Jahre lang als Leprosorium diente. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts verschwand diese Krankheit in Europa wieder. Ab 1776 stand das Spital allen Kranken offen. Die Verwaltung des Hauptvermögens erfolgte bis in die Neuzeit durch den Rat des Fleckens "Altdorf", der einen eigenen Siechenpfleger bestellte. Das Spital war unter anderem begütert in Niederbiegen, in Greut bei Waldburg, bei Tettnang und in Bermatingen. In der Barockzeit wurde das noch heute bestehende alte Spitalgebäude zusammen mit der Kapelle Vierzehn-Nothelfer gebaut und seit 1731 verdrängten allmählich die Vierzehn-Nothelfer St. Katharina als Patronin des Spitals.
Im Dienst der christlichen Nächstenliebe
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde bereits ein neues und größeres Spital geplant, da sich das alte Haus als zu klein erwies. Durch die Josefinischen Reformen – Altdorf gehörte damals zu Vorder-Österreich – durch die alle caritativen Stiftungen enteignet wurden und die Wirren der Napoleonischen
Kriege verzögerte sich aber der Neubau um mehr als 100 Jahre.
Die vorderösterreichischen Lande gingen 1803 an Württemberg über und erst
1830 gab Österreich das Kapital, das bis dahin in Wien festgelegen hatte, der
Stiftung zurück. In diese Zeit fällt auch der Niedergang der Stiftung. Die Güter,
zuletzt das Bermatinger Weingut, wurden nacheinander abgelöst. Erst 1856 nahm das Spital wieder Aufschwung, als die Vinzentinerinnen als „Töchter der christlichen Liebe“ die Betreuung des Spitals übernahmen und diese Aufgabe bis heute zum Wohl der Kranken erfüllen.

Im Wandel der Zeiten

Nach verschiedenen Krankenhauserweiterungen standen zum Anfang des 20. Jahrhunderts 60 Krankenbetten zur Verfügung. Die Siechenpflege verlor nach dem ersten Weltkrieg ihr gesamtes Kapital und so wurde die Stadt Weingarten Träger der alten Stiftung. Die ersten Operationsräume erhielt das  Krankenhaus 1936, bevor es in den Kriegsjahren als Lazarett diente. 1974 wurde das Krankenhaus mit einem Funktionalanbau erweitert und es entstanden ein Schwesternhaus sowie die Intensivstation. Bis zum Anfang der 1990er Jahre wurden weitere Neubauten eingeweiht und der Altbau modernisiert und neuen Standards angepasst, so dass heute 166 Betten für Patienten bereit stehen.

Das Krankenhaus "14 Nothelfer" hat sich in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen anpassen und sich neu orientieren müssen. Dadurch hat es sich heute zu einem modernen und wichtigen Gesundheitsdienstleister in der Region entwickelt.

 
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